Tourenbeschreibung
Mit dem Auto über den Karerpass und das Fassatal bis kurz vor dem Fedaiapass ca 45 Min.
Aufstieg: Von der Bergstation Pian dei Fiacconi (2625m) auf dem mit Nr. 606 markierten Steig abwärts, um den Felssporn zwischen Marmolada- und Vernelgletscher zu umgehen. Nach dem Sporn steiler Anstieg über Moränengelände zum Beginn des Vernelgletschers und Eisanstieg auf meist vorhandener Trasse in Richtung der sichtbaren Marmoladascharte (häufig Blankeis, dann Steigeisen erforderlich! Vorsicht auf Steinschlag und auf einige wenige Spalten!). Vom Gletscherrand über Geröll und gesicherte Felsstufen nicht ganz leicht hinauf zur Marmoladascharte (2910m).
Auf Stiften quert man eine glatte Wand und steigt dann über Klammern hinauf zum gerölligen Grat, der in Serpentinen überwunden wird. Gesicherte Querung nach links in die Nordflanke und steiler Aufstieg (viele Klammern, Stifte und kurze Eisenleitern) über lange, exponierte und glattpolierte Felsplatten, sowie eine kurze Rampe zum eigentlichen Westgrat. Direkt am Grat mit häufigem Auf und Ab zur geneigten Gipfelfläche. Teilweise über den weit zurückgegangenen Gletscher, meist aber in Serpentinen über Moränen zur bewirtschafteten Capanna Punta Penia und weiter zum Gipfelkreuz auf der Punta Penia, dem höchsten Punkt der Marmolada.
Abstieg: Der Abstieg erfolgt am besten über die Anstiegsroute. Für geübte Bergsteiger mit Gletschererfahrung ist auch der Abstieg über den spaltenreichen und stark geschrumpften, häufig blanken Marmolada-Gletscher möglich, allerdings nur in Seilschaft und mit kompletter Gletscherausrüstung! Gehzeit etwa 2 Std. bis zum Pian dei Fiacconi.
Anmerkungen: Klassischer, sehr häufig begangener Anstieg über den ältesten Klettersteig (1903) der Dolomiten auf den höchsten Gipfel der gesamten Dolomiten. Nur bei sicherer Wetterlage aufbrechen; die Marmolada ist für ihre raschen Wetterstürze gefürchtet! Bei Gewitter ist der eisenreiche Westgrat sehr blitzgefährdet, bei Vereisung oder Neuschnee wird die Route sehr schwierig und gefährlich! Für den Anstieg über den Vernelgletscher sind fast immer Steigeisen erforderlich, dort auch auf Steinschlag aus der Gipfelregion achten!