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Der letzte Vajolet-Turm wird bestiegen

Der Delagoturm (2.790m) wurde als letzter der sechs Vajolettürme bestiegen. Aufgrund seiner Ausgesetztheit galt er lange als unbezwingbar und es wurden sogar Zweifel geäußert, ob es sich denn um einen eigenen Turm handelte oder ob er nicht doch nur ein Nebengipfel des Stabeler wäre. L. Norman Neruda in der Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins:
„Ich erinnere mich noch lebhaft daran, dass, bevor es Herrn Delago gelang, diesen sechsten, jetzt Delagoturm genannten Gipfel zu erreichen, viel darüber gesprochen wurde, ob er wirklich ein Gipfel oder Turm für sich sei, oder bloß ein Auswuchs des Stabelerturms. Ich verfocht die Ansicht, er sei gerade so gut ein einzelner Turm für sich, wenn er sehr schwer zu besteigen sei, sonst aber nicht. Er war schwer zu ersteigen-deshalb war er ein Turm. Also sind gewisse Türme nur dann Türme, wenn sie schwer zugänglich sind!“
Lange Zeit wagte sich niemand an ihn heran. Stabeler gab einen Besteigungsversuch Anfang September 0895 auf. Und auch der nächste und dabei erste Versuch des jungen Hermann Delago blieb aufgrund schlechten Wetters ohne Erfolg.
Drei Jahre nach Erstbesteigung des Stabelerturms, am 22. September 1895, versuchte der damals zwanzigjährige Herman Delago also nun zum zweiten Male sein Glück und machte sich zu Fuß von Bozen auf. Durch die finstere Nacht ging er in das Tierser Tal und schlief die verbleibende Zeit bis zur Morgenstunde auf einer Bank vor dem Gasthaus „Rose“. Um 5 Uhr morgens trat sein Seilpartner Hans Horcher-Mayr, der im Gasthaus genächtigt hatte, aus der Tür und die beiden machten sich auf dem Weg.
Im Morgengrauen standen sie am Gartl zu Füßen des Turmes, der ihm bis dahin viele schlaflose Nächte bereitet hatte. Dort blieb Forcher-Mayr zurück und Delago kletterte allein durch die Südwand des Turmes, über die senkrechten Felsen, die an überhängenden Bereichen de V. Schwierigkeitsgrad erreichen. Der „Unbesiegbare“ war besiegt.

Berg(steiger)woche

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