Die kurze Wanderung von Tiers bis zum Eingang des Tschamintales verbinden wir mit einem Besuch des
Naturparkzentrums Schlern-Rosengarten. Der Spazierweg verläuft fern vom Autoverkehr und kann von jedem
problemlos begangen werden.
Das Besucherzentrum bietet neben zahlreichen Exemplaren von Versteinerungen und einer
Mineralienausstellung auch eine interessante Bildershow sowie lehrreiches Bildmaterial an. Im Vordergrund
stehen naturgeschichtliche Themen, vor allem die Entstehungsgeschichte der
Dolomiten. In unmittelbarer
Nähe dieser interessanten Einrichtung befindet sich ein geologischer Erkundungsweg mit einer grafischen
Darstellung der im Laufe des Erd-alters entstandenen Gesteinsschichten. Er gibt Aufschluss über den Bozner
Quarzporphyr, über den Grödner Sandstein und die Seiser Schichten, die den Werfener Schichten aufliegen.
Das Naturparkzentrum Schlern-Rosengarten ist nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder interessant.
Aufgrund seiner besonderen Lage ist dieser Ort leicht zu erreichen; bis zu den Parkplätzen von Weißlahnbad
kann man auch mit dem Auto fahren.
In
Tiers am Haus der Dorfgemeinschaft beginnt die Wanderung. Vom Dorfplatz zweigt ein Weg ostwärts ab und
bringt den Wanderer ziemlich schnell zu den Wiesen oberhalb von Tiers. Von da geht es auf dem markierten
Steig 6U immer weiter in Richtung Osten. Auf 1090 m stößt man auf ein Wegkreuz und einen Bildstock. Der
Weg führt zuerst durch Wiesen, bevor er in eine asphaltierte Straße mündet, die den Hang vor dem
Pattissenhof quert. Auf dieser Straße steigt man bis zur Wuhner Forststraße auf und erreicht auf 1200 m
Weißlahnbad. Nun geht es ein Stück den Waldrand entlang, an Parkplätzen vorbei hinunter zum Tschaminbach.
Eine kleine Brücke führt über den Bach zur Tschaminschwaige und zum sehenswürdigen Naturparkzentrum
Schlern-Rosengarten. Dieses ist in der alten Steger Säge untergebracht. In den Sommermonaten öffnet einmal
in der Woche ein Sägewerker einen kleinen Wasserkanal und bringt dadurch ein Laufrad in Bewegung, das die
alte venezianische Säge in Gang setzt. Nach der vollständigen Restaurierung des Betriebssystems und der
hölzernen Antriebssteuerung ist die Anlage wieder funktionstüchtig. Während der Öffnungszeiten kann man
sogar das Durchsägen eines großen Fichtenstammes aus unmittelbarer Nähe mit-erleben.